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Karin Reber:
Prävention von Lese- und Rechtschreibstörungen im Unterricht


Etwa 10 % aller Kinder kämpfen mit einer vorübergehenden oder andauernden Störung beim Erwerb des Lesens und Schreibens. Und das, obwohl Kinder zum Schuleintritt in aller Regel sehr motiviert sind, die Kulturtechniken zu erlernen. In einer großen Studie konnte Klicpera 2008 zeigen, dass es leider häufig auch falsch strukturierter Unterricht ist, der die Probleme der Kinder auslöst. Darum liegt es für die Sprachheilpädagogin der LMU München nahe, zu zeigen, wie Unterricht in den Klassen 1-4 gestaltet werden muss, um Lese- und Rechtschreibproblemen präventiv zu begegnen. Nach einer theoretischen Einführung zum Schriftspracherwerb wendet sich die Autorin vor allem ausführlich dem Anfangsunterricht in der 1. Klasse mit Anlauttabelle, Anlautschrift, Fibel, Handzeichen für Laute u.v.m. zu. Die (meist bekannten) Materialien werden von ihr in Wort und Bild vorgestellt, so dass engagierte Lehrer in der Lage sind, sie zu übernehmen und/oder nach eigenen Vorstellungen zu überarbeiten. Doch während viele LRS-Publikationen bei diesem Schritt enden, geht die Autorin weiter und erläutert auch für Klasse 2-4 Schwerpunkte aus dem Lernbereich Rechtschreibung. Beispielhaft wird der Aufbau von Übungssequenzen beschrieben sowie rechtschreibförderliche Übungsformen erläutert. „Prävention von Lese- und Rechtschreibstörungen im Unterricht“ ist im Ernst-Reinhardt-Verlag erschienen, der sich bereits seit Jahren schwerpunktmäßig mit dem Abbau von LRS beschäftigt und eignet sich für Lehramtsstudenten oder frisch gebackene Grundschullehrer bestens, um einen soliden Unterricht vorzubereiten und durchzuführen.



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